12.06.2017 - Uferschwalbe klein Erstmals in der über zwanzig jährigen Geschichte der Kiesgrube hat sich eine Kolonie von Uferschwalben in Walperswil zum Brüten angesiedelt. Gegen Ende April entdeckte Grubenchef Jean-Daniel Kopp einige Bruthöhlen in einer Kieswand im Grubenareal. "Dann ging alles unheimlich schnell. Innert zwei Tagen haben die Vögel mit einer beeindruckenden Aktivität rund 200 Höhlen gegraben!" schildert er seine Beobachtung.Die Uferschwalbe brütet in Kolonien. Sie gräbt ihre bis 70 cm langen Brutröhren in vegetationslose Steilwände. Diese fand sie früher an Prallhängen von Flussufern. Infolge weitgehender Verbauung und Begradigung der Flüsse ist die Art in der Schweiz heute auf Ersatzlebensräume angewiesen. Dank dem Abbaubetrieb entstehen in der Kiesgrube regelmässig ideale Ersatzbiotope.In der Brutkolonie herrscht ein reges An- und Abfliegen. Meist ist die Luft von den Rufen zahlreicher Uferschwalben erfüllt, die sich geschwätzig unterhalten oder zu ihren Nesteingängen fliegen. Die Uferschwalbe ernährt sich von Insekten und sucht über Wiesen, Feldern und in Gewässernähe nach Nahrung. Als Zugvogel bleibt sie hier zum Brüten, verlässt bereits ab August ihr Brutgebiet und überwintert in Zentral- und Nordwestafrika. Sollte die Kolonie nächstes Jahr wieder kommen, wird sie wieder eine frische Kieswand suchen und neue Höhlen graben.

Kieswand Mättehölzli klein

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