08 KAGA Luetstauden Zauneidechse 2

Im Auftrag der Stiftung Landschaft und Kies entstand vor Kurzem ein 7-minütiger Kurzfilm "Die Kiesgrube lebt" über die Natur in Kiesgruben. Auf eindrückliche Weise werden die zum Teil sehr bedrohten Kiesgrubenbewohner vorgestellt. 

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www.landschaftundkies.ch

 

 

Ökologie als Herausforderung

Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für die HURNI Kies- und Betonwerk AG in Sutz eine Herausforderung. Dabei wird Wert auf eine nachhaltig ökologische Bewirtschaftung des Baustoffkreislaufes gelegt.

Die HURNI Kies- und Betonwerk AG (HURNI AG) ist ein bedeutender Produzent von Kies und Beton in der Region Biel-Seeland. Damit der wertvolle und knappe Rohstoff Kies geschont werden kann, hat das Familienunternehmen schon früh auf die Wiederverwertung von Bauabfällen, das sogenannte Baustoffrecycling, gesetzt. Dabei hat sich die HURNI AG zum Ziel gesetzt, die Stoffkreisläufe zu Gunsten von Umwelt und Natur zu schliessen.

Bauabfälle vom Abbruch von Gebäuden, welche früher auf Deponien entsorgt wurden, werden längst wiederverwertet und zu qualitativ hochwertigen Sekundär-Baustoffen aufbereitet. Dadurch ist es dem Unternehmen gelungen, über 40% vom verkauften Kies durch Recyclingkies zu ersetzen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für den schonenden Umgang mit der natürlichen Ressource Kies geleistet.

Umweltverträglicher Kiesabbau

Zu Beginn des Baustoffkreislaufes steht ein umweltverträglicher Kiesabbau. In den Abbaustellen der HURNI AG werden wichtige Massnahmen zu Gunsten von Flora und Fauna umgesetzt. Bereits während dem Kiesabbau werden in den Kiesgruben Wanderbiotope für bedrohte Amphibienarten angelegt. Damit werden in den Gruben Zufluchtsorte für eine Vielzahl von Tieren, beispielsweise Kreuzkröten, geschaffen.

Nach Beendigung des Kiesabbaus werden auf den rekultivierten Flächen oft weitere ökologische Ausgleichsmassnahmen umgesetzt. Ein Musterbeispiel ist der neu angelegte Weiher in der Kiesgrube Walperswil. Im Rahmen der Rekultivierungsarbeiten wurde die Gelegenheit genutzt, eine einzigartige Landschaft mit Trockenwiese und Gewässer zu schaffen. Diverse Tier- und Pflanzenarten finden hier idealste Bedingungen – es entsteht ein neuer Lebensraum. In der durch Erhohlungsaktivitäten und Landwirtschaft intensiv genutzten Landschaft ist dies heutzutage eine willkommene Oase.

Innovative Baustoffproduktion

Der nächste wichtige Schritt im Baustoffkreislauf ist eine innovative Kies- und Betonproduktion auf dem neusten Stand der Technik. In der Kiesproduktion geht es darum, möglichst jeden Stein zu verwerten und aufzubereiten. Da in den Kiesgruben des Seelands verschiedene Kiesqualitäten zum Vorschein kommen, hat die HURNI AG bereits im Jahr 1992 zusätzlich zum bestehenden Kieswerk eine Bodenwaschanlage in Betrieb genommen. Damit können minderwertige Kiesqualitäten aus Abdeckschichten und Baugrubenaushüben aufbereitet und bestmöglich verwendet werden.

Um den Rohstoff Kies zu schonen, legt die HURNI AG besonderen Wert auf die Wiederverwendung von Bauabfällen. Zum einen werden aus Misch-, Beton- und Asphaltabbruch zertifizierte Koffermaterialien für den Tief- und Strassenbau produziert. Zum anderen werden Misch- und Betonabbruch für die Produktion von Recycling-Beton, kurz RC-Beton, verwendet. Neben der Produktion von RC-Magerbeton hat die HURNI AG früh mit der Entwicklung von hochwertigem RC-Konstruktionsbeton nach der Qualitätsnorm SN EN 206-1 begonnen.

Heute ist das Unternehmen in der Lage, RC-Beton der Sorte NPK A und NPK C mit den gleichen Eigenschaften wie Beton aus Primärmaterial zu produzieren, mit dem Vorteil, dass RC-Beton nachhaltiger ist. RC-Beton wird im Hoch- und Tiefbau verwendet und erlaubt den Kunden, im Hausbau die Anforderungen des Standards Minergie ECO P zu erfüllen. Dank der frühzeitigen Aufnahme dieses innovativen Themas, gehört das Sutzer Unternehmen zu den Pionieren im Seeland.

Die HURNI AG betreibt auch Deponien. Damit auch das Deponievolumen geschont wird, werden die angelieferten Materialen kontrolliert und sortiert. Was wiederverwertet werden kann, wird dem Baustoffkreislauf zurückgeführt. Das restliche Material ist am Ende des Kreislaufes angekommen und wird auf der Deponie endgelagert.

 

Anwendung von RC-Konstruktionsbeton für den Neubau eines Gebäudes in der Strafanstalt Witzwil (Sommer 2009)

 

In den Kiesgruben werden Zufluchtsorte für
eine Vielzahl von Tieren, beispielsweise für
Kreuzkröten, geschaffen.

 

Die Bodenwaschanlage erlaubt einen effizienten Kiesabbau.

 

Der Kies wird umweltschonend per Bahn in das moderne Werk in Sutz transportiert.

 

Ein umweltverträglicher und schonender Abbau sind für die Hurni Kies + Betonwerk AG keine leeren Versprechungen.

 

«Wir legen Wert auf eine nachhaltig ökologische Bewirtschaftung des Baustoffkreislaufes», Fritz & Thomas Hurni, Geschäftsleitung.