Belagseinbau auf der neuen Güterstrasse zur Kiesgrube Challnechwald

Am 6. Dezember 2019 führte das Bauunternehmen Weibel AG die Belagsarbeiten für die neue Güterstrasse zur Kiesgrube Challnechwald aus. Bei den umfangreichen Arbeiten wurden mit 15 Lastwagen rund 1100 Tonnen Asphaltbelag mit 100 % Recycling-Anteil verwendet. Dieser hohe RC-Anteil ist ein weiteres Pionierprojekt von Hurni und ein Commitment für die Wiederverwertung von wertvollen Rohstoffen.

Weitere Infos über das Projekt Kiesgrube Challnechwald:

www.challnechwald.ch

 

 

     

 

Kiesgrube Beichfeld

 

Kantonale Überbauungsordnung für das Projekt "Beichfeld" in Walperswil
(Medienmitteilung der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 15. Januar 2021)

Die Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) hat entschieden, eine Kantonale Überbauungsordnung für das "Projekt "Beichfeld" in Walperswil zu erarbeiten. Der Regierungsrat hat davon Kenntnis genommen. Die bestehende Kiesgrube "Mättehölzli" in der Gemeinde Walperswil soll im Bereich "Beichfeld" erweitert werden. Damit kann der Kiesabbau nach 2022 fortgesetzt und mit einer Deponie sowie einem Bodenumschlagplatz ergänzt werden. Diese kombinierte Nutzung stellt ein Pilotprojekt dar, woran ein erhebliches kantonales Interesse besteht. Der vorgesehene Bodenumschlagplatz, auf dem Bodenmaterial zwischengelagert und wiederverwertet wird, kann wesentlich dazu beitragen, die Problematik der degradierten Böden im Berner Seeland zu entschärfen. Die Anlieferung und Verwertung der Böden stimmen aufgrund der Bauabläufe und Witterungsbedingungen oftmals nicht überein, der Bodenumschlagplatz kann das Angebot und die Nachfrage zeitlich und qualitativ in Einklang bringen. Bei der Konkretisierung der Planungsarbeiten sind Optimierungen bei der Verkehrserschliessung und den Fruchtfolgeflächen umzusetzen.

 

Nach dem Nein der Gemeindeversammlung Walperswil

Am 27. November 2019 lehnte die Gemeindeversammlung Walperswil die Überbauungsordnung «Kiesgrube Beichfeld mit Zonenplanänderung und Anpassung Kantonsstrasse» mit 140 Nein- gegen 120 Ja-Stimmen ab.

 

 

Kiesabbau, Aushubdeponie, Bodenumschlagplatz und neue Zufahrtsstrasse

Viereinhalb Kubikmeter Steine und Erde werden in der Schweiz pro Person und Jahr verbaut; 50 Prozent davon für die öffentliche Hand. Um die entsprechende Nachfrage decken zu können, sind die Kies- und Betonwerke trotz des steigenden Anteils von wiederverwerteten Bauabfällen auf die Erschliessung neuer Kiesvorkommen angewiesen. Deshalb schreibt der Kanton Bern die Sicherung der Kiesreserven vor – und die Regionen und Gemeinden haben dies umzusetzen.

Kies aus der Region für die Region

Im Jahr 2012 wurde das Kiesabbauvorhaben Beichfeld in Walperswil im regionalen Richtplan Abbau Deponie Transporte (ADT) der Region Biel-Seeland festgesetzt. Dies entspricht auch dem Motto «Kies aus der Region für die Region» des Familienunternehmens Kies- und Betonwerk Hurni AG aus Sutz. Das Projekt Beichfeld umfasst neben dem Kiesabbau die Entsorgung von Aushubmaterial sowie die Verwertung von Bodenmaterial – eine klassische Win-Win-Situation. Der Kanton gab nach der Vorprüfung grünes Licht für die Planung Beichfeld. Die Auflage wird im Sommer 2019 stattfinden; die Abstimmung über die Überbauungsordnung an der Gemeindeversammlung Walperswil ist Ende 2019 vorgesehen.

Deponie von sauberem Aushubmaterial

Neben dem Kiesabbau ist im Beichfeld auch die Entsorgung von regional anfallendem, unverschmutztem Aushub geplant. Dieser kann noch bis ungefähr 2024 in der heutigen Kiesgrube Mättehölzli abgelagert werden, bis diese aufgefüllt ist. Anschliessend wird dort rekultiviert und aufgeforstet. Sowohl in der Kiesgrube als auch in der angrenzenden A-Deponie wird ausschliesslich sauberer Aushub abgelagert.

Bodenumschlagplatz für bessere Bodenqualität in der Region

Auf grosse Zustimmung – gerade bei den Bauern – stösst der dritte Teil des Vorhabens im Beichfeld, das Pionierprojekt eines regionalen Bodenumschlagplatzes (BUP). Dieser wird der Bodenverbesserung des Kulturlands dienen. In der Umgebung von Walperswil besteht eine grosse Nachfrage nach Bodenmaterial für die Aufwertung von degeneriertem Landwirtschaftsland. Möglich wird dieser Bodenumschlagplatz dank Synergien mit der Kiesgrube Beichfeld. Kosten für Planung, Maschinen und Personal können so geteilt werden. Überschüssiger Boden aus Bautätigkeiten wird auf dem BUP entgegengenommen und dort geprüft, klassiert, triagiert und bis zur Weiterverwertung zwischengelagert. Vom BUP wird das Bodenmaterial später unter optimalen Bedingungen im angrenzenden Landwirtschaftsland aufgebracht. Auf diese Weise kann Aushubmaterial regional zwischengelagert und wiederverwertet werden, was viele Lastwagenfahrten spart – und gleichzeitig den Landwirtschaftsboden in der Region aufwertet. Damit bleibt auch die Grundlage für die regionale Lebensmittelproduktion erhalten.

Erster Schritt – Bau der neuen Zufahrtsstrasse

Vor der Inbetriebnahme der Kiesgrube Beichfeld wird von der Kantonsstrasse her eine neue Zufahrtsstrasse gebaut. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Kies im Mättehölzli fertig abgebaut sein. Die Restauffüllung der Kiesgrube Mättehölzli wird zwar noch rund drei bis vier Jahre dauern, aber der entsprechende Verkehr führt ab Inbetriebnahme der Kiesgrube Beichfeld über die neue Güterstrasse.

 

Weitere Infos über das Projekt Kiesgrube Beichfeld in Walperswil

www.beichfeld.ch

www.walperswil.ch/kiesgrube-beichfeld

 

Medien

20.05.2019 - Bieler Tagblatt - In 30 Jahren wieder ein Wald